Das Wunder von Oz – Australische Buschblüten

Gastbeitrag von Gabriele Herfurth, Tierheilpraktikerin

Eine herrliche Alternative zu den englischen Bachblüten bieten die Australischen Buschblüten für unsere Tiere. Diese Blüten finden sich ausschließlich auf dem australischen Kontinent und man spricht ihnen eine schnellere und tiefere Wirkung zu.

Entwickelt wurden die 65 Blüten-Essenzen von Ian White, einem australischen Homöopathen und Naturheilkundler. Die Herstellung der Essenzen gleicht der, der englischen Bachblüten: Sie werden nach der sogenannten Sonnenmethode gewonnen, d. h., die Blüten werden in eine mit Wasser gefüllte Glasschale gelegt und für einige Stunden in die Sonne gestellt. Anschließend werden die Blüten wieder der Schale entnommen und die Essenz mit der gleichen Menge Alkohol konserviert. Man erhält die sogenannte Stock Bottle.

Beispiele für Anwendungsgebiete in der Tierheilpraxis:

Die Australischen Buschblüten können u. a. für nachfolgende Themen eingesetzt werden:

  • Trauma, Operationen, Unfall
    Oftmals treten nach erlebten Traumata Allergien und Hautauschläge auf. Um die Auswirkungen des Erlebten zu verarbeiten, können Buschblüten zur Unterstützung  eingesetzt werden.

  • Widerstand gegen Veränderungen
    Beispielsweise Ortswechsel, Besitzerwechsel, Hinzukommen eines neuen Tieres, Fellwechsel oder auch Zahnwechsel. Hier reagieren die Tiere unter Umständen mit Protestpinkeln, Zerstörungswut oder Aggressivität dem Besitzer bzw. dem neuen tierischen Mitbewohner gegenüber. Körperlich sind Verspannungen möglich.

  • Erschöpfungszustände
    Zeigt das Tier Appetitlosigkeit, Müdigkeit? Du hast den Eindruck, es wirkt energielos? Auch hier kannst du dem Tier Hilfestellung mit Australischen Buschblüten geben.

Fallbeispiel:

Eine Tierhalterin hatte mich um Unterstützung gebeten. Es ging um ihre 7jährige Katze, die sie aus dem Tierschutz aufgenommen hatte. Die Katze kam aus schlechter Haltung, wahrscheinlich wurde sie auch misshandelt und geschlagen.Zu Hause angekommen suchte sie direkt Schutz unter einer Bank, welche mit einem Tuch. Die Besitzerin hat diese Bank extra aufgestellt um eine Rückzugsmöglichkeit zu bieten, die der Katze von der Pflegestelle her bekannt war. Wenn man vorne durch die Öffnung in das Versteck schaute, sah man ganz am anderen Ende die Katze sitzen. Total verängstigt und fauchend. Anfassen war unmöglich! Sie hatte panische Angst vor Händen. Es folgte zunächst die Gabe der Emergency Essenz über das Trinkwasser, um den ersten Schock der Autofahrt und der neuen Umgebung zu lindern. Anfangs kam sie nur in der Nacht aus ihrem Versteck und erkundete vorsichtig die Wohnung. Nach ein paar Tagen wurde sie mutiger.  Mit großen Augen lugte sie aus ihrem Versteck und traute sich dann sogar in Gegenwart der neuen Besitzerin ein wenig herum zu laufen. Auf Ansprache reagierte sie weiterhin umgehend mit Fauchen und Verstecken. Wenn man ihr zu nahe kam, konnte sie auch gerne mal zubeißen. Ich stellte ihr dann eine Mischung mit folgenden Buschblüten zusammen:

  • Fringed Violet
    Für Traumen und Schocks, die entweder vor kurzem oder in der Zeit als Welpe entstanden sind.

  • Green Spider Orchid
    Bei großer Angst vor etwas, dass in einem früheren Leben geschehen ist.

  • Five Corners
    Für die Steigerung der Selbstsicherheit.

Diese Mischung hatte die Katze dann über einen Zeitraum von ca. drei Monaten erhalten. Sie wurde immer mutiger und selbstsicherer. Sie war inzwischen soweit, dass sie in der Nähe der Besitzerin liegen und schlafen konnte. Auch das aggressive Verhalten hatte nachgelassen. Jedoch war weiterhin an eine Berührung nicht zu denken!

Davor hatte sie immer noch große Angst. Wir setzten die bisherige Mischung ab und wechselten zur Relationship Essenz. Diese Essenz unterstützt das Tier bei der Interaktion mit anderen bzw. dem Zulassen von Berührungen.

Erneut war Geduld gefragt; die schlechten Erinnerungen saßen doch zu tief. Doch eines Tages war es soweit! Die Besitzerin saß mit einem Buch auf der Bank und plötzlich spürte sie ein Kitzeln am Arm – tatsächlich! Die Katze hatte sich zum ersten Mal so nahe heran getraut, dass ihre Schnurrhaare den Arm der Frau berührten. Schließlich rollte sie sich an ihrer Seite zusammen und schnurrte friedlich. Nun ließ sie sich eine vorsichtige Berührung bereits gefallen. Jedoch war sie immer noch misstrauisch. Es konnte passieren, dass sie plötzlich aufsprang und weglief.

Die Buschblüte Flannel Flower (Abneigung gegen Berührung) brachte dann den Durchbruch: Damit konnte sie hat ihre Scheu und Angst völlig verlieren. Die Besitzerin kann sie inzwischen ausgiebig streicheln und mit ihr kuscheln. Mensch und Katze genießen jetzt sichtlich diese kostbaren Momente. Es hat einige Zeit und Geduld erfordert, doch am Ende hat es sich wirklich gelohnt! Australische Buschblüten bieten eine wunderbare Möglichkeit, den Tieren auf natürliche Weise Unterstützung zu geben.

Habe ich dein Interesse an den Blüten geweckt?
Auf meiner Praxis-Homepage stelle ich demnächst in lockerer Abfolge die einzelnen 65 Blüten und ihre Anwendungsgebiete als Blog „Blüte des Monats“ vor.

Den Impuls, diesen Artikel schreiben und auch einen Blog auf meiner Praxis-Homepage zu erstellen, hatte ich durch das informative Online-Coaching „Telemedizin in der Tierheilpraxis“ mit Susanne Deutrich und Lisa Zöfgen von Sanalia. In diesem Kurs war  „Online Marketing“ eins der Themen. Davon konnte ich sehr profitieren.
Vielen Dank dafür!

Gabriele Herfurth, Tierheilpraktikerin
Tierheilpraxis für alternative Naturheilverfahren  www.thp-herfurth.