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AKUDON – frischer Wind für die Tierheilpraxis

AKUDON – frischer Wind für die Tierheilpraxis. Ein Gastbeitrag von Joke Stange, Tierheilpraktikerin.

Die passende Behandlung für den tierischen Patienten zu finden, ist nicht immer leicht, das merkte ich am Anfang meiner tierheilkundlichen Tätigkeit relativ schnell. Die meisten Patienten haben mehrere verschiedene Symptome oder die Symptome überlagern sich, vor allem bei Tieren mit chronischen Beschwerden kommt das häufig vor und das sind ja meistens unsere Patienten in der täglichen Praxis. Gerade als Berufsanfänger (aber oft auch als erfahrener Therapeut) führt das zu Verunsicherung und man weiß gar nicht so recht wo man anfangen soll, wie man einen Fall am besten „aufdröselt“, wo die Wurzel des Übels ist oder wie man mehreren Symptomen gleichsam zu Leibe rücken kann.

Ich hatte lange Zeit das Gefühl, dass mir immer noch etwas in meiner Ausbildung fehlt, um aus einer Behandlung eine „runde“, wirklich ganzheitliche Sache zu machen, denn jede Therapieform ist lediglich für ganz bestimmte Beschwerden geeignet.
„Eine therapieübergreifende Sache, das wär`s“, dachte ich mir. Aus dieser Idee heraus entstand im Laufe der Zeit AKUDON, ein Konzept, das bewährte Therapieformen zu einem neuen, ganzheitlichen Therapiekonzept vereint.

Die AKUDON Methode ist ein ziemlich einfach zu erlernendes Verfahren und ohne größere Vorkenntnisse der einzelnen Therapieformen erfolgreich anwendbar, sozusagen AKUDON in komprimierter Form. Ich möchte das Prinzip der AKUDON Methode gern an einem Fallbeispiel erläutern:

Es handelte sich um ein 20-jähriges ehemaliges Springpferd, das im Laufe der Zeit eine Arthrose im linken Vorderfußwurzelgelenk entwickelt hatte. Besonders im Winter war das Pferd sehr steif, zum Teil lahm und brauchte lange, um sich einzulaufen. Da Probleme im Bewegungsapparat, sogenannte Bi-Syndrome, gerade bei älteren Tieren immer in Bezug zum Funktionskreis Niere/Blase stehen (da das Nieren Jing sich im Laufe der Zeit verbraucht), ist es hier wichtig in diesem Funktionskreis zu arbeiten und Niere zu tonisieren, deshalb erfolgte die Behandlung wie folgt:

Der Tingpunkt NI1 (Bezug zu Knochen, Akupunkturpunkt) macht den kompletten Meridian frei, Shu-Punkt BL23 (Zustimmungspunkt Niere, hat Organbezug) und Bennett-Reflexpunkt1 (Neurovaskulärer Reflexpunkt, der die Niere tonisiert) wurden mit Akupunktur und Akupressur behandelt, zusätzlich wurde über dem betroffenen Areal (Vorderfußwurzelgelenk) energetisch gearbeitet und das Pferd bekam die Phyto „Duhuo jisheng tang“ (stützt Funktionskreis Niere, macht Leitbahnen frei, löst Blockaden auf, wirkt gut auf den Bewegungsapparat, bewährt bei Spat/Arthrose).

Nach 2 Wochen, in denen das Pferd 5-mal behandelt wurde, zeigte sich eine deutliche Besserung im Bewegungsapparat, auch fing das Pferd wieder an auf der Koppel zu galoppieren, was es vorher zeitweise gar nicht mehr getan hat.

In dem Kurs „Ganzheitlich behandeln mit der AKUDON Methode“ werden die einzelnen Teilbereiche des Behandlungskonzepts eingehend erklärt, Fallbeispiele besprochen und mit der AKUDON Behandlungstabelle bekommt der Therapeut ein „Werkzeug“ an die Hand, mit dem er sofort erfolgreich behandeln kann, außerdem kann die AKUDON Methode sehr gut mit vielen anderen Therapien kombiniert werden.