Nuancen ätherischer Öle

Die verschiedenen Nuancen der ätherischen Öle

“ Die verschiedenen Nuancen der ätherischen Öle“, ein Gastartikel der Sanalia-Dozentin Christina Hellwege.

Wenn wir an einem Öl riechen, nehmen wir bestimmte Düfte sofort wahr und einige Duftstoffe fallen uns erst nach einiger Zeit auf. Genau dafür sind die verschiedenen Duftnoten in den ätherischen Ölen verantwortlich.

Es gibt die:

  • Kopfnotenöle
  • Herznotenöle
  • Basisnotenöle

Übergangsnoten sind:

Kopf-Herz-Note

Herz-Basis-Note

Aber weißt du, wofür Kopfnote, Herznote oder die Basisnote stehen?

Die Kopfnote

Klassisch sagt man, dass die Kopfnote darüber entscheidet, ob man den Duft leiden mag oder nicht. Aber was macht die Kopfnote aus? Die Kopfnote besagt grundsätzlich schon ihre Eigenschaft, sie ist in den ersten Minuten wahrnehmbar, man könnte auch sagen, wir nehmen sie recht schnell im Kopf wahr, denn sie sind meist intensiver im Duft und haben dennoch die Eigenschaft recht schnell wieder aus der Wahrnehmung zu verschwinden. Die Kopfnoten sind eher durch frische und intensiv wahrnehmbare Duftnuancen geprägt, sind jedoch auch eher leicht und flüchtig (Eigenschaft der in den Kopfnoten enthaltenen monoterpenreichen Öle).

Den Kopfnoten wird nachgesagt, dass sie einen eher heiter und fröhlich stimmen, sie machen uns wacher und die Aufmerksamkeit kann gesteigert werden.

Rein körperlich betrachtet haben die Kopfnoten die Eigenschaft antiviral, antibakteriell sowie schleimlösende Wirkungen zu wirken. Sie können zudem die Durchblutung des Gewebes anregen und ja, zum Teil sollen die Öle auch gewebestraffende Eigenschaften besitzen.

Nun ist natürlich noch spannend, welche monoterpenreichen Öle in Frage kommen:

Klassisch sind es Zitrusfrüchte wie Zitrone, Grapefruit, Bergamotte, Orange, Limette oder Mandarine, aber auch Öle wie Salbei, Spearmint, Eukalyptus und Lavendel sind monoterpenreiche Öle.

Übergang von Kopf- zu Herznotenöle

Überleitende Öle, die nicht ganz Kopfnote, aber auch noch der nächsten Note, der Herznote fix zugeordnet werden können, sind Öle mit einer Kopf- und Herznote, dazu gehören zum Beispiel Nadelholzöle wie Zirbelkiefer oder Douglasfichte oder auch die Myrte.

Herznote

Die Herznote verbindet die Kopfnote mit der Basinote, es ist somit sozusagen das Herzstück. Die Herznote macht den eigentlichen Duft des Öles aus, der Zeit braucht um sich voll entfalten zu können und er wird erst nach der Kopfnote wirklich richtig wahrgenommen. Es kann bis zu einer Stunde dauern, bis sich die Herznote voll entfaltet hat, hält sich dafür jedoch durchaus für einige Stunden, bis die Wahrnehmung wieder verfliegt.

Mit dem Herzen verbinden wir von jeher ja auch viel Gefühl, Liebe und Zuneigung, alles steht auch in direktem Zusammenhang mit der Herznote, es werden Empfindungen geweckt, Gefühle intensiver wahrgenommen und vorhandene Blockaden können mit Hilfe der Herznoten angetriggert und im besten Fall aufgelöst werden.

Ein ätherisches Öl mit einer Herznote kann mit seinem Duft in vielerlei Art und Weise Einfluss auf die Gefühle und Emotionen nehmen.

Auf körperlicher Weise ist ein ätherisches Öl mit einer Herznote hautpflegend und hilft den Körperzellen bei der Regeneration, Verletzungen können schneller heilen und es hat durchaus eine entzündungshemmende Eigenschaft.

Zu den Herznotenölen gehören klassisch Ylang-Ylang, Rose, Jasmin, Rosengeranie Kamille blau, Dill, Elemi, Fenchel, Ysop, Wacholder, Neroli, Palmarosa, Muskatnuss, Teebaumöl, Melisse, Zypresse aber auch die Lavendel und viele andere Öle.

Übergang von Herz zu Basisnotenöle

Ätherische Öle, die dem Übergang zwischen Herz- und Basisnote angehören, sind zum Beispiel Patchouli und auch das Sandelholz.

Basisnote

Die ist der Duftbestandteil, den wir als letztes wahrnehmen, da er im Normalfall besonders intensiv ist und eine basierende Eigenschaft des Duftes darstellt, zum Beispiel weil er erdig, würzig, herb oder moschusartig daherkommt. Die Basisnote braucht durchaus bis zu 2 Stunden bis sie sich in der Luft entfaltet hat, wirkt dafür aber sehr viel tiefer, als die schnell verfliegende Kopfnote. So wird der Basisnote nachgesagt, dass sie uns innere Kraft, Ausdauer, Sicherheit, Stärke, Mut und Geborgenheit schenkt. Die Basisnotenöle werden meist aus den festen Bestandteilen wie Wurzeln, der Rinde, dem Holz oder aus dem Harz gewonnen, somit sind es eher die dickflüssigeren, hölzernen oder harzigen Öle.

Öle mit einer Basisnote sind zum Beispiel; Vetiver, Copaiba, Weihrauch, Zedernholz, Narde, Sandelholz oder die Strohblume.

Bei einer selbst zusammengestellten Ölmischung lohnt sich somit immer sowohl die Kopfnote-, die Herznote- und auch die Basisnotenöle besonders im Blick zu haben, damit die Wirkung sich vollständig und wunschgemäß entfalten kann.

Praxisbeispiel; wir haben ein Pferd aus dem Ausland oder aus schlechter Haltung, es wirkt traurig, hat abgebaut und es scheint fast, als wenn es „entwurzelt“ wurde. Neben vielen anderen Maßnahmen wie die Überprüfung von Gesundheit, Fütterung, Haltung und Training können die ätherischen Öle unterstützend angewendet werden.

Das Tier benötigt unter Umständen etwas Trost, Anregung und etwas für die Erdung und den Ausgleich (durch den Import oder die bisherige Haltung ist es aus der inneren Balance). In diesem Fall können wir eine Mischung ansetzen, die sowohl die Kopfnote, die Herznote als auch die Basisnote enthält.

Du möchtest lernen wie das genau geht? Dann ist das Online-Coaching „Aromatherapie Praxiswissen – ätherische Öle für Tiere“  vielleicht etwas für dich?

Christina Hellwege, Tierheilpraktikerin, Aku-event Akupunktur & more