Die Banerji-Protokolle in der Praxis

Wie können die Banerji Protokolle in der Praxis hilfreich sein?

Besonders die gute Wirkung bei Krebserkrankungen, hat die Banerji-Protokolle so bekannt gemacht. Es gibt Studien in den USA die deren besondere Wirkung bestätigen.

Obwohl sie für Menschen konzipiert sind, können sie natürlich auch  in der Tierheilpraxis hilfreich eingesetzt werden.

Aber ich greife vor…Hierzulande sind die Banerji-Protokolle bei weitem noch nicht so bekannt, wie sie es verdient hätten. Daher fange ich am besten am Anfang an;)

 

Was genau sind denn eigentlich die „Banerji-Protokolle“?

Die Banerji-Protokolle wurden von einer indischen Arzt- und Homöopathenfamilie entwickelt – den Banerjis. In einem Land, in dem die Homöopathie eine Art Volksmedizin darstellt sind sie seit mehreren Generationen als Homöopathen tätig und verfügen somit über ein enormes Wissen, welches immer vom Vater an den Sohn weitergegeben wurde.

Das riesige Patientenaufkommen machte eine individuelle Anamnese, wie sie in der Homöopathie üblich und notwendig ist, mehr und mehr unmöglich.

Aufgrund ihres großen Erfahrungsschatzes waren die Banerjis in der Lage für die auftretenden Erkrankungen immer häufiger wiederkehrende Verschreibungen abzuleiten.

So entwickelten sich nach und nach die Banerji-Protokolle.

Für jede Erkrankung, inzwischen ist die Liste unendlich lang, konnten 1-3 verschiedene Mittelkombinationen von 2-4 homöopathischen Mitteln entwickelt werden, die sich in ihrer Wirkung unterstützen und bei einem Großteil der Patienten eine heilende Wirkung zeigen.

Anders als bei der Komplexmittelhomöopathie werden nicht einfach Mittel gemischt, die einen Bezug zu der jeweiligen Erkrankung haben, sondern es kommen nur die Mittel in das Protokoll, welche bei einer hohen Patientenzahl heilende Wirkung gezeigt haben.

Diese Auswahl kann nur ein Homöopath treffen, welcher unzählige Patienten behandeln durfte und somit über die entsprechende Erfahrung verfügt.

Als die Banerjis ihre Therapie-Protokolle für Krebserkrankungen in den USA vorstellten war zunächst die Skepsis groß.

Allerdings hatten sie eine so große Anzahl von Fällen dokumentiert, dass schließlich Studien in die Wege geleitet wurden um diese Aussagen zu verifizieren.

Diese Studien waren so erfolgreich, dass in den USA inzwischen viele Krebszentren die Banerji-Protokolle als zusätzliche Therapieoption anbieten.

 

Die Banerji-Protokolle in der Tierheilpraxis

Ich selbst nutze die Protokolle schon seit Jahren. Mit einigen Protokollen hatte ich bei Tieren keine so guten Erfolge und habe sie daher etwas angepasst. In manchen Fällen müssen auch die Dosierungen an die jeweilige Tierart angepasst werden.

Durch meine klassisch homöopathische Ausbildung ist das für mich gut machbar.

Die unkomplizierte Anwendung ist in einer gut laufenden Praxis ein echte Erleichterung. Keine stundenlangen Anamnesen, ewiges Repertorisieren und Materia Medica lesen.

Mit ein bisschen Übung können die passenden Protokolle ausgewählt werden und man hat eine wirksame Therapie erstellt.

Durch das, in sich abgeschlossene Therapiesystem, können die Banerji-Protokolle von jedem Therapeuten gut umgesetzt werden. Eine homöopathische Ausbildung ist nicht erforderlich.

Allerdings sollten Basiskenntnisse vorhanden sein um mögliche Mittelreaktionen einschätzen zu können.

Auch Praxiseinsteiger haben mit dieser Methode ein wirksames und sicheres Behandlungstool an der Hand und können, trotz wenig Erfahrung, solide Therapiepläne erstellen.

 

Du möchtest diese Therapiemethode in deiner Praxis einsetzen, möchtest aber noch mehr dazu wissen? Dann schau dir mein Online-Coaching  „Erfolgreich therapieren mit den Banerji-Protokollen“ an.

 

 

Dieser Praxisfall steht beispielhaft für mehrere  gut verlaufene Krebsfälle unter Einsatz der Banerji-Protokolle:

Dackelhündin „Maja“, 8 Jahre, nicht kastriert.

Sie wird mir in der Praxis vorgestellt nachdem vor 8 Monaten ein bösartiger Mammatumor an der hinteren linken Mammaleiste entfernt worden war und nun auf gleicher Höhe rechts ein Knoten tastbar wurde.

Der Knoten hat circa die Größe einer Bohne, ist hart, nicht verschiebbar und war relativ schnell gewachsen. Der Tierarzt vermutet ein Rezidiv und möchte auch die rechte Mammaleiste entfernen.

Um eine zweite Meinung einzuholen und die Möglichkeiten einer alternativmedizinischen Behandlung abzuklären, ist die Besitzerin nun bei mir gelandet.

Bei einem Rezidiv ist auch durch eine zweite OP eher nicht von der Möglichkeit einer Heilung auszugehen. Das sagt auch ihr Tierarzt ganz offen.

Ich berate die Tierhalterin über die Möglichkeiten der Banerji-Protokolle und sie entschließt sich zu einem Therapieversuch ohne OP.

Ich wähle für Maja das erste Protokoll für Mammakarzinome aus.

Es setzt sich zusammen aus der 2x täglichen Gabe Phytolacca C200 und alle 2 Tage eine Gabe Carcinosinum C30, einer Brustkrebsnosode.

Ich entscheide die Häufigkeit etwas herabzusetzen, weil nach meiner Erfahrung bei Hunden auch seltenere Gaben zum Erfolg führen und zu häufige Gaben eher Probleme verursachen können.

Also gibt es Phytolacca C200 wie vorgegeben, aber Carcinosinum C30 anfangs nur 2x wöchentlich und nach 4 Wochen nur noch 1x wöchentlich.

Alle Mittel werden in flüssiger Form verabreicht und vor jeder Gabe verschüttelt.

 

Um Maja mit guten bioverfügbaren Vitalstoffen zu unterstützen und die Heilung zusätzlich anzuregen, wird sie mit auf sie abgestimmten Heilpilzen unterstützt.

Die ersten drei Wochen passiert nicht viel. Der Tumor bleibt stabil, wächst aber zumindest nicht weiter.

Da Maja viel geimpft wurde und vereinzelte Wärzchen hat, beschließe ich eine Zwischengabe Thuja C30 zu verabreichen. Auch Thuja ist Teil des Protokolls.

Ich verteile 2 Gaben über eine Woche, zusätzlich zu den beiden anderen Mitteln.

 

Jetzt kommt Bewegung in den Fall.

Der Tumor wird weicher. Täglich spürt man eine Veränderung. Im Lauf von zwei Wochen hat er sich auch um mindestens die Hälfte reduziert.

Es geht Maja sehr gut. Sie ist munter und vital. Wir machen mit der Therapie weiter.

Nach weiteren vier Wochen ist der Tumor komplett verschwunden.

Es ist nichts mehr tastbar.

Der Tierarzt ist beeindruckt und freut sich über unseren Erfolg.

 

Maja bekommt nun die Mittel in etwas größeren Abständen weiter verabreicht. Ein zu frühes Absetzen könnte einen Rückfall auslösen.

Über die Zeit von acht Monaten wird Maja behandelt. Da keine Auffälligkeiten erkennbar sind, setzen wir das Banerji-Protokoll dann komplett ab.

Die Heilpilze bekommt sie vorerst weiterhin.

Maja ist inzwischen 11 Jahre alt. Ich sehe sie in regelmäßigen Abständen zur Kontrolle mit der Bioresonanz. Bisher ist kein Rezidiv aufgetreten. Auch auf der Bioresonanz sind keine Tendenzen zu einer möglichen Krebsentwicklung erkennbar.

Dieser Fall zeigt sehr schön, wie die Banerji-Protokolle auch bei schweren Krebserkrankungen helfen können.

Natürlich sind sie ebenso bei weniger spektakulären Fällen hilfreich. Chronische Darmentzündungen, Allergien, Arthrosen und vieles mehr sind mit dieser Therapiemethode gut behandelbar.