Osteosarkom beim Boxer-Mix

Willi, 11-jähriger kastrierter Boxer-Mix, ist seit 3 Jahren Patient bei mir. Er hat am rechten Vorderlauf ein walnussgroßes Osteosarkom. Der Tierarzt wollte, bei Diagnosestellung vor 3 Jahren, das Bein amputieren.

Metastasen waren laut Röntgenbefund noch keine aufgetreten.

 

Um eine Amputation zu vermeiden, suchten die Besitzer alternativmedizinische Hilfe und kamen auf Empfehlung einer Nachbarin in meine Praxis.

In der Anamnese erfuhr ich, dass Willi aus dem Tierschutz stammte und wohl eine etwas schwierige Vergangenheit hatte. Er war mit anderen Rüden unverträglich, ließ sich aber regulieren. Außerdem war er Fremden gegenüber misstrauisch und wollte nicht angefasst werden.

Sein Magen war recht empfindlich und er neigte zu Nüchternerbrechen und Durchfällen.

Das Sarkom war hart, knöchern, beim Abtasten scheinbar schmerzlos aber er lahmte leicht.

Er war unregelmäßig geimpft, bekam aber alle 3 Monate eine Wurmkur, weil er auch immer mal wieder einen Wurmbefall hatte.

Gefüttert wurde er mit einem Fertigfutter von mittlerer Qualität aus dem Supermarkt.

Weitere Beschwerden hatte er keine.

Hier stand als erstes eine Futterumstellung auf Barf und ein Darmaufbau an. Zusätzlich wurde ein passendes homöopathisches Mittel gewählt.

Willi nahm die Futterumstellung gut an und auch sein Verdauungstrakt besserte sich. Wir waren zufrieden. Umso geschockter war die Besitzerin als sie nach 6 Wochen feststellte, dass der Tumor gewachsen war!

Wir waren mit unserer Behandlung also noch nicht erfolgreich gewesen.

Die Besserung des Verdauungstraktes war scheinbar nur auf die Umstellung der Fütterung zurückzuführen und hatte nur wenig mit dem verordneten homöopathischen Mittel zu tun.

Ich musste also den Fall erneut aufnehmen und schauen, welches Mittel den Krankheitsprozess besser abdecken würde.

Da ich eine genetische Disposition vermutete (eine Bioresonanzanalyse war aus Kostengründen nicht durchgeführt worden), entschied ich mich eine Nosode zu geben. Die Wirkung war erstaunlich, weil Willi nach einer Woche nicht mehr lahmte.

Im weiteren Verlauf musste sein Mittel immer mal wieder angepasst werden. Auch kamen die Verdauungsprobleme immer mal wieder durch. Es stellte sich also alles nicht so ganz einfach dar.

Trotzdem konnten wir im Ablauf eines Jahres eine Reduzierung der Tumorgröße erreichen. Er hat jetzt die Größe einer halben Haselnuss. Das Lahmen ist nicht mehr aufgetreten. Die Verdauung ist heutzutage ok. Er neigt nicht mehr zu Wurmbefall. Allerdings ist er weiterhin recht empfindlich, wenn er unterwegs etwas frisst. Da müssen die Besitzer sehr aufpassen. Sie sind im Verlauf auch wieder auf ein hochwertiges Nassfutter umgestiegen, weil sie sich mit Barf nicht so anfreunden konnten.

Willi ist bis heute stabil. Der Tumor ist sehr klein und macht keine Beschwerden. Er ist für einen großen Hund nun recht alt und hat altersgerechte , die aber gut behandelbar sind.

Er wird nicht mehr geimpft und bekommt keine chemischen Wurmkuren mehr.