FIP bei der Katze – Was du wissen solltest

FIP bei der Katze – das muss man wissen


Was ist das?

Die Feline Infektiöse Peritonitis, die als ansteckende Bauchfellentzündung bezeichnet wird, ist eine virale Infektionskrankheit bei Katzen, die heute als die bedeutendste infektiöse Todesursache bei der Katze gilt. Am häufigsten erkranken junge Katzen im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren oder ältere Tiere ab 10 Jahren.

Von einer FIP-Erkrankung spricht man dann, wenn das Coronavirus der Katze (felines Coronavirus), dass in der Regel ein harmloses Virus ist (gelegentlich zeigen Katzen aufgrund der Infektion etwas Fieber und Durchfall) und keine oder nur leichte Symptome hervorruft, mutiert und seine Eigenschaften verändert.

Das heißt, eine Ansteckung mit dem felinen Coronavirus bedeutet nicht, dass die Katze tot krank ist oder bald sterben muss. Es heißt nur, dass die Katze das Virus in sich trägt. Das bedeutet, es besteht das Risiko, dass das Virus in Zukunft ausbrechen könnte und sich beim Ausbruch vielfach im Körper vermehrt. Es kann aber genauso gut sein, dass die Katze gesund bleibt, wenn die Immunabwehr genug Antikörper produziert und so das Virus in Griff hat. FIP muss also nicht ausbrechen! Wenn die Krankheit nicht ausbricht, kann die Katze genauso alt werden wie alle anderen gesunden Katzen.


Woher kommt das?

Das feline Coronavirus wird über den Kot infizierter Katzen ausgeschieden. Eine Übertragung erfolgt durch Kontakt und Aufnahme von Kot und Kotstaub. Eine wichtige Infektionsquelle ist das Katzenklo, aber auch auf Gegenständen oder Kleidung ist eine Übertragung möglich. Die aufgenommenen Viren infizieren die Zellen des Dünndarms.

Eine Mutation des Virus kann Tage oder erst Jahre nach der Infektion stattfinden oder auch gar nicht!

Wenn das Feline Coronavirus mutiert, befällt es die Zellen des Immunsystems und breitet sich im ganzen Körper aus. Das Immunsystem versucht diese Ausbreitung zu verhindern und bildet Antikörper gegen das mutierte Virus. Durch eine überschießende Antikörperbildung und deren Ablagerung im Körper entstehen die Symptome der Erkrankung. Es ist interessanterweise nicht das Virus selbst, sondern die Immunantwort des Körpers, die das Gewebe schädigt und die bekannten Symptome hervorruft. Das mutierte feline Coronavirus wird nicht zwischen Katzen übertragen!

Bitte beachten, dass es sich bei dem felinen Coronavirus nicht um SARS-CoV-2 handelt.
Das FIP-verursachende feline Coronavirus ist für den Menschen ungefährlich!


Woran erkenne ich, ob eine Katze infiziert ist?

Leider bleibt eine Ansteckung meist erst mal unbemerkt. Es kann zu Durchfall, Schnupfen oder leichtem Fieber kommen. Ansonsten gibt es keine Erkennungsmerkmale für den Katzenbesitzer oder den Therapeuten.

Der Tierarzt kann zwar einen Test machen, dieser weist aber nur die, durch die Immunabwehr gebildeten Antikörper nach. Trotz Ansteckung mit dem FIP verursachenden felinen Coronavirus, kann es nach einiger Zeit geschehen, dass die Antikörper nicht mehr vorhanden sind. Das bedeutet, dass der tierärztliche Test auf den Virus negativ ausfällt, aber trotzdem eine Ansteckung vorliegt.


Wann bricht das Virus aus?

Bei intaktem Immunsystem besteht keine Gefahr eines Ausbruchs. Sobald jedoch das Immunsystem durch z.B. Stress, schlechte Ernährung, Nährstoff-Mangel, nicht artgerechte Haltung oder eine andere Krankheit geschwächt wird, können sich die Viren stark vermehren und das mutierte feline Coronavirus bricht in Form von FIP aus.


Wie kann der Katzenhalter gegen einen Virus-Ausbruch vorsorgen?

Die beste Möglichkeit das Immunsystem intakt zu halten, ist eine gesunde und artgerechte Haltung, Ernährung, Nahrungsergänzung und eine stressfreie Umgebung.

Die Katze sollte ausreichend Schlaf und genug Ruhe bekommen. Ermöglichen Sie der Katze ein Leben ohne Zigarettenrauch, da Katzen durch das Ablecken Ihres Felles die Giftstoffe aus dem Zigarettenrauch in ihren Körper aufnehmen.

Das Thema Ernährung ist sehr wichtig! Katzen sind von Natur aus reine Fleischfresser. Nur eine artgerechte Ernährung mit mindestens 90-95% Fleischanteil kann das Immunsystem stärken! Nährstoffe wie Kohlenhydrate (Kartoffeln, Reis, Nudeln, Getreide, Weizen, Hafer, Mais, Erbsen usw.) widersprechen der natürlichen Katzenernährung.

Das gesamte Verdauungssystem der Katze ist rein evolutionär auf das Verdauen von Fleisch ausgerichtet.

Industriell hergestelltes Katzenfutter besteht im Regelfall aus einem viel zu geringen Fleischanteil und zu vielen Kohlenhydraten.

In industriellem Katzenfutter sind im Regelfall billige, tierische Nebenerzeugnisse (Schlachtabfälle) enthalten. Es ist gesetzlich erlaubt, die Reste aus großen Schlachtereien mit Massentierhaltung (Fleisch mit Antibiotika, Wachstumshormonen etc.) in Katzenfutter zu verarbeiten. Zusätzlich wird dieses Futter mit synthetischen Konservierungsstoffen versehen, da es im Ladenregal noch 2 Jahre haltbar sein muss.

Diese synthetischen Zusätze sind eine sehr große Belastung für den Katzendarm! Im Katzendarm sitzt das Immunsystem!


Was passiert, wenn FIP ausbricht?

FIP äußert sich in einem ersten Stadium oft in Form von Fieber, Appetitmangel, Müdigkeit, Durchfall, Erbrechen und Atembeschwerden.

Nach Abklingen der Symptome kann es später zu einem zweiten Stadium der Erkrankung kommen. Hier unterscheidet man dann zwischen der „feuchten“ und der „trockenen“ Form der Erkrankung.

Bei der feuchten Form ist die sogenannte Bauchwassersucht typisch, die mit der fortschreitenden Abmagerung und gleichzeitig einem dicken, flüssigkeitsgefüllten Bauch einhergeht, auch Blutarmut und Gelbsucht sind möglich.

Bei der trockenen Form kommt es zu Entzündungen der inneren Organe (Leber, Niere, Milz usw.) mit Fieberschüben und oft Atembeschwerden. Die trockene ist aufgrund der fehlenden Wasseransammlungen schwieriger zu diagnostizieren. Es kann aber auch eine Mischform aus beiden Verlaufsformen auftreten.


Wie kann die Alternativmedizin bei FIP helfen?

Die auftretenden Symptome können homöopathisch behandelt werden um der Katze Erleichterung zu verschaffen. Die klassische Homöopathie bietet Mittel zur prophylaktischen Stärkung des Immunsystems und der Abwehrkräfte.

Betroffene Tierhalter finden wertvolle Tipps und Erfahrungsaustausch u.a. in sozialen Medien, z.B. in der FB-Gruppe „FIPfree – Feline Infectious Peritonitis ist heilbar“!

Kerstin von Harten, Tierheilpraktikerin

www.cats-vital.de